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In den vergangenen Jahren war ich immer mal wieder Mitglied in einer Mastermind-Gruppe. Für all diejenigen, die diesen Begriff noch nicht kennen eine kurze Erklärung.

Was ist eine Mastermind-Gruppe?

Der Begriff Mastermind-Gruppe stammt ursprünglich aus dem Amerikanischen Raum. Im deutschsprachigen Raum sind Mastermind-Gruppen noch nicht so bekannt, beziehungsweise wird dieser Begriff auch oftmals Synonym zu begleiteten Coaching- oder Mentoring-Gruppen oder Netzwerkgruppen verbunden.

Eine richtige Mastermind-Gruppe ist aber so viel mehr.

In einer solchen Gruppe arbeiten Unternehmer*innen zusammen, die gemeinsam wachsen wollen. Es gibt regelmäßige Treffen, in denen wichtige Entscheidungen diskutiert, neue Ideen entwickelt oder die eigene Unternehmens-/Marketing-Strategie verfeinert wird.

Eine solche Gruppe lebt von kreativen Methoden, dem Engagement der einzelnen Mitglieder und dem Gefühl füreinander da zu sein. Die Mitglieder freuen sich, wenn sie durch ihre eigenen Fähigkeiten ihre Kolleg*innen supporten können und sie dadurch gemeinsam wachsen.

Sie setzen sich Ziele und fordern sich gegenseitig heraus. Der wichtigste Fokus an der Mastermind-Gruppe liegt auf der Umsetzung. Denn nur durch Umsetzung können auch Ziele erreicht werden. Dabei spielen Werte wie Ehrlichkeit, Respekt und Kommunikation auf Augenhöhe eine wichtige Rolle. Die Teilnehmer*innen einer Mastermind-Gruppe verstehen sich nicht als Konkurrent*innen, sondern als wohlwollende Kolleg*innen, die gemeinsam wachsen wollen und sich gegenseitig motivieren ihr Ziel zu erreichen.

Vielleicht erschließt sich jetzt schon dem einen oder anderen, warum es wichtig ist hier eine tragfähige Beziehung als Basis für die Zusammenarbeit zu haben.

Und oftmals werden im Laufe der Zeit aus fremden Menschen (Business-) Freund*innen fürs Leben.

Umso schwieriger wird es dann natürlich, wenn eine Trennung oder Auflösung der Mastermind-Gruppe im Raum steht.

Nach meiner Erfahrung bahnt sich dies schon über längere Zeit an und doch braucht es diesen einen Moment, damit sich jemand traut diesen Gedanken offen auszusprechen.

Kränkungen, Verletzungen, Enttäuschungen oder andere Emotionen, die mit persönlicher Ablehnung in Zusammenhang stehen führen oftmals dazu, dass die Zusammenarbeit abrupt endet, ohne das noch wichtige Punkte geklärt werden oder die Zusammenarbeit der letzten Jahre ausreichend gewürdigt wird.

Vom Anfang und Ende der Zusammenarbeit. Oder warum auch Mastermind-Gruppen eine Trennungskultur brauchen.

Doch warum sitzt der Stachel der Enttäuschung in diesem Fall so tief?

Die Ablehnung von einem Menschen, der mit einem über lange Zeit so eng verbunden war, verletzt.

Mastermindkolleg*innen wissen fast alles voneinander.

Angefangen von den aktuellen Business-Zahlen, die gut gehütete Business Strategie und vor allem auch was im privaten Umfeld gerade so los ist.

Wem könnte man mehr vertrauen als jemanden, mit dem man auch die Weiterentwicklung seines wirtschaftlichen Standbeins diskutiert? Sie ahnen bereits warum Trennungen hier solche tiefen Wunden hinterlassen.

Und dann gibt es da noch die andere Sorte von Mastermind-Menschen. Diese Menschen bevorzugen einen stillen – fast heimlichen – Rückzug.

Sie planen sich nicht mehr die Termine ein. Sind ständig verhindert. Positionieren sich aber nicht klar dazu was sie sich wünschen.

Auch hier kommt es bei den Zurückbleibenden zu Gefühlen von Wut, Trauer und Enttäuschung.

Was letztlich fehlt ist eine Erklärung. Diese Erklärung würde helfen es besser zu verstehen.

Auch aus eigener Erfahrung weiß ich wie schwer es ist diese Erklärung “zu liefern”, ohne persönlich zu verletzen. Doch letztlich sind die Spekulationen, Hypothesen und Gedanken – darum warum jemand nicht mehr Teil von etwas ist – noch viel verletzender.

Ich kenne beide Perspektiven und habe auch schon den Fehler gemacht mich nicht klar zu positionieren. Und irgendwann hat man auch hier den richtigen Zeitpunkt verpasst.

Doch wie kann es eine gute Trennungskultur geben?

Tipp 1: Sprechen Sie bereits zu Beginn über die Laufzeit Ihrer Mastermind-Gruppe.

Mastermind-Gruppen müssen nicht auf Dauer angelegt sein – sind es im Regelfall auch nicht. Beispielsweise ein Jahr für die Laufzeit einer normalen Mastermind-Gruppe ist perfekt.

Sie können aber auch jederzeit über eine Fortführung der Mastermind-Gruppe verhandeln. Warum sollte es nicht möglich sein das Kommittent, um ein weiteres Jahr zu verlängern?

Nach meiner Erfahrung ist ein starkes und explizit ausgesprochenes Kommittent für die Fortführung besser als ein vor sich Hindümpeln und zu hoffen, dass jemand das Thema “Trennung” aufgreift.

Sie haben verpasst diese Themen bereits zu Beginn zu klären? Auch das können Sie noch heilen. Nehmen Sie diesen Artikel beispielsweise als Anlass um mit Ihren Mastermind-Kolleg*innen das Thema anzusprechen.

Klären Sie was Ihnen wichtig ist.

Zentrale Fragestellungen für Ihre Mastermind-Gruppe sind hier sicherlich:

  1. Wie und in welcher Form können wir dieses Thema ansprechen?
    Braucht es hierzu eine persönliche Begegnung oder ist auch eine Form der Anonymität – beispielsweise per Mail – möglich. Wie schnell soll das Thema geklärt werden? Nach meiner Meinung ist es wichtig dies direkt zu klären. Wie soll denn die Zusammenarbeit in der Zwischenzeit bis zur Klärung aussehen? Würden Sie mit jemanden Ihre Businessstrategie diskutieren, wo Sie unsicher sind, ob Sie noch in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten Kontakt haben? Außer natürlich Sie bezahlen hierfür einen Business Coach.
  2. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um dieses Thema auf die Bühne zu holen?
    Beim ersten Gefühl oder wenn schon massive Auflösungserscheinungen sichtbar sind. Leider gibt es hier mal wieder nicht richtig oder falsch. So oder so ist Derjenige/Diejenige welches das Thema anspricht mutig, hat aber auch irgendwie den schwarzen Peter.
  3. Welche Dinge müssen zum Zeitpunkt der Auflösung geregelt werden.
    Beispielsweise der Umgang mit Daten oder mit Wissen über Personen oder das Business des anderen, dass im Laufe der Zeit geteilt wurde. Auch wie zukünftig die Begegnung gestaltet werden kann ist ein wichtiges Thema. Gerade in der Online-Welt trifft man sich mindestens zweimal so häufig wie offline.
  4. Wie gelingt es die gemeinsame Zeit wertzuschätzen?
    Wofür sind Sie dankbar? Gibt es ein Ritual, dass die Trennung begleiten kann? Braucht es ein abruptes Ende oder vielleicht ein “ausschleichen” des Kontaktes.
  5. Und was passiert, wenn Sie sich doch wieder treffen wollen?
    Gibt es einen Weg zurück? Manchmal ist auch eine Trennung auf Zeit hilfreich um zu erkennen was verbindet oder was gegenseitig geschätzt wird.

Ist es realistisch, dass sich eine Mastermind-Gruppe zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zusammenfindet?

Aus diesem Grund empfehle ich immer einen Termin mit etwas Abstand zu vereinbaren, um hier sich noch einmal zu treffen.

Jeder kann – niemand muss – an diesem Termin teilnehmen. Eine Nichtteilnahme ist die aktive Entscheidung, dass alles so bleibt wie es ist und kein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit besteht. Eine Teilnahme hingegeben bedeutet, dass es noch einmal die Chance für eine Weiterarbeit geben kann.

Aber Vorsicht!

In diesem Fall müssen Erwartungen und Rahmenbedingungen noch einmal neu ausgehandelt werden. Ein Treffen bedeutet nicht zwangsläufig, dass wieder alles beim Alten ist. Die Vertrautheit ist trügerisch.

Die Zusammenarbeit startet noch einmal neu mit dem Versuch dort anzuknüpfen wo es vor Monaten geendet hat. Nicht selten endet die Mastermind-Gruppe dann zeitnah mit einem großen Konflikt.

Das was häufig vergessen wird ist, dass sich auch die Menschen in dieser Zeit weiterentwickelt haben. Sei es persönlich oder im Business. Auch das Gefühl – das Dazwischen nicht zu kennen – etwas verpasst zu haben, verändert die Zusammenarbeit.

Je weniger Emotionalität zum Zeitpunkt der Trennung eine Rolle spielt, desto besser ist die Chance, dass es noch einmal zu einer Zusammenarbeit kommt.

Vom Anfang und Ende der Zusammenarbeit. Oder warum auch Mastermind-Gruppen eine Trennungskultur brauchen.

Tipp 2: Achten Sie Warnsignale für eine Auflösung.

Doch woran können Sie erkennen, dass sich Ihre Mastermind-Gruppe langsam Stück für Stück auflöst?

Im Folgenden habe ich ein paar Punkte für Sie zusammengefasst:

  1. Das Kommittent zur Teilnahme an den Treffen sinkt.
    Nicht alle Mitglieder nehmen mehr regelmäßig an Treffen teil. Es gibt wichtigere Termine als das Mastermind-Treffen. Seien es private Termine mit Familie, Freunden oder die andere Mastermind-Gruppe bzw. Weiterbildung, welche sehr viel Zeit einfordert.
  2. Die Beteiligung in den Treffen sinkt.
    Sie bekommen immer nur von den gleichen Mastermind-Kolleg*innen eine Rückmeldung auf Ihre Fragen. Andere lehnen sich zurück oder zucken mit den Schultern.
  3. Plötzlich fehlen Themen über die gesprochen werden kann.
    Sie haben das Gefühl, dass Sie die Antwort auf Ihre Frage bereits kennen und sehen keinen Mehrwert mehr in der Rückmeldung Ihrer Kolleg*innen.
  4. Die Tiefe der Themen nimmt ab.
    Sie stellen sich die Frage, ob Sie Ihren Kolleg*innen noch vertrauen können und halten bewusst Wissen oder Fragen zurück, da jemand jemanden kennt, der/die jemand kennt… der/die Ihr Konzept klaut.
  5. Die Mastermind-Gruppen driftet in private Austauschgruppen ab.
    D.h. persönliche Themen rücken in den Vordergrund. Wenn es Ihnen zu diesem Zeitpunkt nicht gelingt durch geeignete Strukturen hier einen Turnaround hinzubekommen und wieder das gemeinsame inhaltliche Arbeiten in den Mittelpunkt zu stellen, dann wird es langfristig auch schwierig.
  6. Es ist ein stures Abarbeiten von Themen.
    “Punkt 1, Punkt 2, Punkt 3… Sind wir dann durch?” Sie können sich vorstellen was ein konsequentes Abarbeiten von Themen mit den Mitgliedern einer Mastermind-Gruppe macht. Es fühlt sich an als ob man Ideenlieferant*in oder Impulsgeber*in am Fließband macht. Das hält niemand auf Dauer durch oder die Qualität bzw. die Beziehung leidet.
  7. Erfolge werden nicht mehr gefeiert.
    Das was verbindet sind persönliche Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse, Stolpersteine, die bewältigt wurden, oder Erfolge. Das Feiern von gemeinsamen, aber auch individuellen Erfolgen ist ein wichtiger Bestandteil einer Mastermind-Gruppe. Das sich für den Anderen freuen können – aus vollstem Herzen – ganz ohne Neid und Missgunst ist nicht selbstverständlich. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Das was möglich ist oder auch nicht sagt nämlich viel über die Qualität und Verbundenheit der Mastermind-Gruppe aus.

Tipp 3: Rechnen Sie mit einem unschönen Ende Ihrer Mastermind-Gruppe und genießen Sie bewusst die Zeit davor – ohne bereits an das Ende zu denken!

Wenn es Ihnen gelingt sich ohne Konflikte oder Probleme zu trennen – umso besser.

Doch vergessen Sie nicht… Sie sind alle Menschen, die sich für die Arbeit am Business gefunden haben und haben ganz individuelle und unterschiedliche Erfahrungen was das Thema Trennung, Zusammenarbeit, Werte und Mastermind-Gruppen betreffen.

Im Regelfall finden sich in einer solchen Gruppen Personen zusammen, die sich sympathisch sind und die gleichen Werte teilen. Glauben Sie zumindest. Und das ist auch oberflächlich betrachtet häufig so. Doch gibt es bei aller Gleichheit auch ganz viel Individualität – die kleinen Facetten von Persönlichkeitseigenschaften und Werten deren individuelle Gewichtung schon den Unterschied machen.

Ich verdeutliche es mal an einem Beispiel.

Alle Mastermind-Kolleg*innen haben das Bedürfnis nach einem Austausch in Form von Hilfestellung und Feedback für das eigene Business.

 Das ist das verbindende Element. Und doch kann die Gewichtung von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. Hier ein paar Varianten …

  1. Der Output ist wichtiger als die Beziehung.
    Die Mastermind-Gruppe als “Melkkuh” für Ideen. Der individuelle Input in einer solchen Gruppe wird nach meiner Meinung immer über- bzw. unterschätzt. Erst durch das Zusammenspiel von verschiedenen Facetten, Meinungen und Ideen wird es rund.
  2. Der persönliche Kontakt – die Beziehungen – wichtiger als der Output.
    Die Mastermind-Gruppe wird als Ersatz für “echte” Kolleg*innen, ein Team, Familie oder Freunde genutzt. Nicht verwunderlich, dass hier eine Beendigung der Zusammenarbeit als “Beziehungsabbruch” gewertet wird, welcher Spuren hinterlässt.
  3. Der Output und persönlicher Kontakt nicht gleich wichtig.
    Es gibt keine Unterscheidung zwischen dem was aus den Mastermind Meeting mitgenommen wird. Es ist gleich gut ob es fachlichen Input gibt oder “nur” der persönliche Austausch.

Je nachdem welche Erwartungen ich an die Treffen habe, kann ich meine Wünsche und Erwartungen erfüllt bekommen oder bin enttäuscht.

Tipp 4: Je klarer Sie bereits zu Beginn die eigenen Erwartungen offen kommunizieren, desto besser wird es und leichter lassen sich Konflikte lösen.

Beantworten Sie sich selbst folgende Fragen und sprechen Sie dann gemeinsam in Ihrer Mastermind-Gruppe darüber:Vom Anfang und Ende der Zusammenarbeit. Oder warum auch Mastermind-Gruppen eine Trennungskultur brauchen.

  • Wie viel Zeit bin ich bereit in eine Mastermind-Gruppe einzubringen?
  • Wie lange können die Treffen dauern?
  • In welchem Intervall wollen Sie sich treffen? Täglich, wöchentlich, monatlich?
  • Welcher Wochentag ist günstig, welche Uhrzeit?
  • Müssen immer alle Mastermind Kolleg*innen teilnehmen oder sind auch Treffen in einem kleineren Kreis möglich?
  • Gibt es eine “Anwesenheitsverpflichtung” oder dürfen alle individuell entscheiden, ob eine Teilnahme gerade passt?
  • Brauchen Ihre Treffen eine feste Struktur oder regeln Sie es situativ?
  • Wie verteilen Sie die Zeitanteile im Treffen?

Auch hier gibt es wieder kein richtig oder falsch.

Unschön ist es nur, wenn sich ein Mitglied der Mastermind-Gruppe auf ein Treffen vorbereitet oder eine konkrete Frage einbringen will und das Treffen kurzfristig ausfällt.

Jetzt sollten wir noch einmal die Perspektive wechseln und gemeinsam überlegen was für eine gezielte oder geplante Auflösung einer Mastermind-Gruppe spricht.

Es gibt immer auch gute Gründe getrennte Wege zu gehen – auch im Business.

1. Die Business-Ideen & Ziele der Teilnehmenden verändern sich.

Es kann passieren, dass sich im Laufe der Zusammenarbeit die Business-Ziele verändern. Der Beginn einer Mastermind-Gruppe ist oft geprägt von Euphorie und Vorfreude auf das was gemeinsam erreicht werden kann.

Doch im Laufe der Zeit verändern sich manchmal Ideen oder Ziele. In einem solchen Fall ist es wichtig sich kritisch zu reflektieren und zu hinterfragen, ob die Mastermind-Gruppe noch die passende Gruppe ist.

Beispielsweise die Rückkehr in eine angestellte Tätigkeit kann die Anwesenheit in einer Mastermind-Gruppe für Selbstständige überflüssig machen.

Sicherlich gibt es hier auch das Argument, dass sich Vielfalt gegenseitig bereichern kann, doch muss dies für alle stimmig sein und der Nutzen für alle überwiegen.

2. Einzelne besuchen ein “neues” Programm oder “lernen” bei einem neuen Coach.

Die individuelle Entwicklung durch einen neuen Businesscoach ist nicht zu unterschätzen. Neue Ideen, neue Haltungen, neue Strategien werden ausprobiert.

Nicht immer stoßen diese neuen Ideen auf Begeisterung in der “alten” Mastermind-Gruppe.

In vielen Programmen wird auch eine begleitende Mastermind-Gruppe angeboten. Und wie es so oft ist… der Reiz des Neuen. Nicht selten ist dies der Zeitpunkt alte Zelte abzubrechen und gemeinsam neu zu starten und sich über das neue Programm auszutauschen.

3. Zu viele Mastermind-Gruppen auf einmal.

Manchmal sammeln sich Mastermind-Gruppen wie kleine Artefakte der Vergangenheit, von denen sich niemand trennen kann oder will.

Der Zeitpunkt der Trennung wurde übergangen, bis letztlich keine Zeit mehr im Businessalltag bleibt, um diese Mastermind-Gruppen zu besuchen.

Nicht selten werden dann überstürzt – aus der zeitlichen Not heraus – alle Brücken abgebrochen.

Viel hilft in diesem Fall nicht immer viel, sondern fördert eher die Zeitnot im Business.

Ein anderes Phänomen ist, dass ein Thema in verschiedenen Mastermind-Gruppen eingebracht wird und gegensätzliche Empfehlungen ausgesprochen werden. Dies führt zu Chaos im Kopf und Klarheit fehlt.

Vom Anfang und Ende der Zusammenarbeit. Oder warum auch Mastermind-Gruppen eine Trennungskultur brauchen.

Meine Empfehlungen für Sie, wenn Sie mit einer Mastermind-Gruppe liebäugeln.

  • Gönnen Sie sich ein oder zwei feste Mastermind-Gruppen, in denen Sie sich aktiv und verbindlich engagieren.
  • Klären Sie Erwartungen an die und an das Ende der Mastermind-Gruppe bereits zu Beginn.
  • Sprechen Sie auch über die Kultur in Ihrer Gruppe (Konfliktkultur & Feierkultur).
  • Wenn Sie merken, dass etwas nicht rund läuft, sprechen Sie es offen und möglichst zeitnah an.
  • Neben der Bearbeitung von all den fachlichen Themen planen Sie sich bewusst auch etwas Zeit für einen persönlichen Austausch ein.
  • Arbeiten Sie nach einer festen Struktur. Achten Sie darauf, dass alle zu Wort kommen und sich einbringen können.

Ein ganz persönliches Fazit.

  1. Was ich bedauere ist, dass ich nicht immer zeitnah angesprochen habe, wenn mir etwas nicht gepasst hat.
  2. Was ich ebenfalls rückblickend bedauere ist, dass wir nicht immer unsere Erfolge gefeiert haben.
  3. Und manchmal kam auch die Auflösung der Gruppe überraschender und schneller als gedacht. Dabei kommt nicht selten die Wertschätzung für erreichte Erfolge oder die gemeinsame – sehr schöne – Zeit leider zu kurz.

Und in all diesen Punkten bin ich mir sicher: Dieses Mal mache ich es anders. Es lohnt sich.

Nichts bringt mehr Freude als mit Business-Freunden*innen gemeinsam zu wachsen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ganz viel Freude mit Ihrer Mastermind-Gruppe.

 

Herzliche Grüße

Eva Scheuba

Schön das Sie hier sind ... 

Als Mentorin, Coach & Supervisorin startet meine Arbeit dort wo Zusammenarbeit beginnt. 

Wenn es darum geht, Teammitglieder auszuwählen, ein Team aufzubauen und dieses Team zu führen, bzw. weiterzuentwickeln.

Lassen Sie uns in Kontakt bleiben. Ich freu´mich auf Sie!

Herzliche Grüße, Eva Scheuba

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